Streckenausbau im Bahnhof Eggolsheim 2022   #1   oben

Klicken auf ein Bild führt direkt zum nächsten letzte Änderung hier 22.03.2022

Umbau am Bahnhof Eggolsheim 2022 - bange Frage, ja wo fährt die Bahn denn heute ab?

Eggolsheim, an der Eisenbahnverbindung München – Berlin gelegen, ist Teil der Schnellfahrstrecke Berlin – Erfurt – Nürnberg, einem Projekt das 1992 in konkrete Planung ging. Der Bau des Abschnitts Nürnberg – Bamberg begann 2006, Spatenstich war in Nürnberg, Rothenburger Straße. Erste konkrete Baumaßnahmen in Eggolsheim begannen 2009 mit der einstweiligen Anpassung des Bahnhofs für die Aufnahme des S-Bahnbetriebs.


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Gefühlt also eine schon ewig dauernde Baustelle, seit 16 Jahren auf der Fahrt nach Nürnberg immer irgendwo grad Sperrung, Provisorium, Ersatzverkehr mit dem Bus, Behinderungen bei der Nutzung der Bahn.
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An einem Februar-Sonntag lockte mich der Vorfrühling dann wieder mal zu einem Spaziergang an die Baustelle am Eggolsheimer Bahnhof.

Ups, das war nicht am letzten Sonntag, diese Aufnahme ist wesentlich älter, da war wohl noch etwas Datenstaub auf der Speicherkarte.

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Die Bahnsrecke vor dem Gewerbegebiet Weinhütten in Eggolsheim-Neuses, dahinter Pautzfeld und der Schlot der „Liapor“ Blähbetonfabrik.

Rechts die angepasste „alte“ Bahnbrücke am Kamelbuckel, der Verbindungsstraße vom Kreisverkehr beim Lidl Markt Neuses zur „Kreuzung" am Wertstoffhof, mit dem neuen Durchlass für den Landwirtschaftsweg.
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Die „Schallschluckwand“ zwischen den Brücken steht, weist aber noch Lücken auf. Eine S1 Richtung Süden/Nürnberg mit BR 1440 vor der Halle des Kreisbauhofs Landkreis Forchheim.
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Die „alte neue" Brücke an der Forchheimer Straße Eggoolsheim, der Verbindungsstraße Drügendorf – Eggolsheim – ehemalige Bundesstraße an der Schleuse 94 des "alten" Kanals.
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So sah es am Bahnübergang vor der Errichtung dieser Brücke aus. 
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Die „neue alte“ Brücke über die Bahn, entstanden in den 1980ern im Zusammenhang mit dem Bau der parallel geführten Autobahn A 73 im Rücken des Betrachters.
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Ein ICE an besagter Mauerlücke, eine Erlkönig Aufnahme des noch streng geheimen „NEO-ICE-d“ (dampfbetrieben).
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Aufnahme von 2017, das Jahr war schon etwas älter, jedenfalls weiter, der ICE war anders, ein älterer Bruder halt, seine Fahrtrichtung war konträr, ein Oppositioneller wohl, der Lärm war schier unerträglich weil noch nicht eingemauert. Nur die Strecke war schon dieselbe durch das Regnitztal, da muss insgesamt zunächst mal mehr Verkehr durchfließen entlang von Auto-, Eisen- und Kanalbahn, weil es sich doch erst dann rentiert das „Immer mehr und das schneller“ zu wenden zu versuchen.


Bis dahin lautet die Devise: erstmal bauen, bauen, bauen.

 
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Der noch nicht befestigte, etwas weiter östlich verlegte neue Landwirtschaftweg mit der Lärmschutzwand.
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Eine S1 aus Nürnberg auf der Altstrecke, die neuen Oberleitungsmasten zwischen den jetzt vier Gleisen tragen bereits die Kettentragwerke des östlichen Bestandsgleises Richtung Bamberg. An den zusätzlichen Gleisen stehen auch alle Masten am neuen ICE-Gleis Richtung Norden, an der Montage der Ausleger und Leitungen wird aktuell gewerkelt.
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Dieselbe S1 an der "Kamelbuckel-Brücke".
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Der Osterhase brachte keine Eier und hatte seine Gaben gar nicht gut versteckt, dazu noch krass markiert sonst würd’ man sie am End* grad deshalb gar nicht finden – 2017 war’s, doch sonst war alles wie gehabt.
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„Survivors will be shot again“

Dieser Oberleitungsmast hält sich bereits seit 1939 immer am selben Fleck in Eggolsheim auf, da muss man ja die Ruhe weghaben. Den ersten Anschlag hat er in den 1980er Jahren überstanden, wegen der Anpassung der Oberleitung beim Bau der Straßenbrücke ging er gewissermaßen vorzeitig in Rente und wurde von der Last schwere Gewichte heben zu müssen befreit. Auch beim jetzigen, vorläufigen Streckenausbau mit Ergänzung um zwei Gleise blieb er unbeeindruckt, sogar unverändert und darf sich jetzt an der Gesellschaft der Enkel- und Urenkelgeneration seinesgleichen erfreuen.
Bis er dann beim finalen Streckenausbau doch geknickt sein wird...
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Auch hier macht eine Noch-Lücke neugierig.
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Blick nach Süden, Richtung Alpen / Mittelmeer ;-)


Die Sache mit der Oberleitung verspricht spannend zu werden, vor allem weiter kilometeraufwärts dann zwischen Eggolsheim und Buttenheim. Am, auf dieser Aufnahme hinten liegenden, westlichen "Altgleis" die modifizierte DR(B)-Oberleitung für 160 km/h, am davor liegenden östlichen Altgleis an neu gestellten Masten mit beidseitigen Auslegern die wohl neueste DB-Oberleitung für 160 km/h und am vorderen Gleis dann die für 230 km/h.

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An der Brücke ist fast nichts neu, links die Säulengalerie auf der Westseite neben der Bestandsstrecke, rechts die der Ostseite, ehemals auch neben der Strecke, jetzt mittig innerhalb des Gleisfeldes der ausgebauten Gesamtstrecke.

Nach der Entgleisung eines ICE in Eschede 1998 sollten an neugebauten Schnellfahrstrecken keine Stützen mehr zwischen den Gleisen stehen. Dies ist aber keine Neubaustrecke sondern eine Ausbaustrecke, auch wenn sie in ihrer Gesamtheit völlig neu errichtet wird und von der Altbaustrecke außer dem Linienverlauf zwischen Eltersdorf und Bamberg kaum etwas übrig bleibt.

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Bin noch nicht wieder ganz zurück im jetzt und hier, alles so unscharf, ist die Kamera kaputt? Kenne mich gar nimmer aus – da ist doch der Durchgang, die Straßenbrücke.
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Ja na klar doch, war doch 2017 schon mal hier, so sieht es doch aus am Kamelbuckel. Ähh, oder?
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Blick den bisherigen Spaziergang zurück auf den Wegedurchgang Richtung Süden, neue Ausführung 2022.
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Die neue Eggerbachbrücke für die zusätzlichen Gleise ist fertig, die Gleise liegen (bereits gestopft?), erste Kabel in den neuen Schächten habe ich auch schon gesehen, ob genau hier erinnere ich jedoch nicht.
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Blick Richtung Norden, das Bahnhofsgebäude kommt in Sichtweite. Die Lärmschutzwand hinter der Altstrecke bis zum Lindnergebäude steht schon viele Jahre vor den Häusern im ehemaligen Neubaugebiet Schottwiesen. Es handelt sich um eine sogenannte "Gabionswand" mit spezieller, den Lärmschutz erhöhender Füllung.

Im Zuge der jetzigen Baumaßnahmen wird sie um eine weitere Wand ergänzt, die jedoch deutlich niedriger sein wird als die anderen in diesem Bericht schon gezeigten Lärmschutzwände.

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Zoom zum Bahnhof, in Bildmitte der neue Mittelbahnsteig, er entsteht jetzt vor dem Lindnergebäude, Ein- und Aussteigen in Zukunft also etwas nach Süden verlegt. Von ihm sind die Bahnsteigkante am zukünftigen S-Bahngleis 3 Richtung Bamberg sowie die Aufschüttung bis Plattformhöhe zur Hälfte der Breite bereits vorhanden.

Dieser „halbe“ Bahnsteig wird zunächst in Gegenrichtung von der S1 nach Nürnberg genutzt werden um die Altstrecke abreißen und neu errichten zu können.

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Im Bildvordergrund wird zur Zeit ein „neuer“ Interimsbahnsteig für die S-Bahn nach Bamberg errichtet, die dritte provisorische Lösung. Sie entsteht außen am zukünftigen Bahnhofsgleis 4, dem späteren ICE Richtungsgleis nach Norden.

Notwendig ist er ebenfalls für den Abriss der alten Strecke mit dem bisher von allen Zügen Richtung Norden genutzten Gleis 2 an dem zur Stunde (Februar 2022) noch der Interimsbahnsteig Version 2 für die S-Bahn nach Bamberg benutzt werden muss.

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Zoom an das Ende des neuen provisorischen Außenbahnsteigs am zukünftigen Gleis 4 des S-Bahn Haltepunkts Eggolsheim.

Alle vier Eggolsheimer Bahnsteige, wie sie aktuell anzutreffen sind auf einem Foto als Momentaufnahme: oben die aktuell genutzten an Gleis 1 und 2, vorne die nach Fertigstellung der ersten Bauphase vorübergehend zu nutzenden am zukünftigen Gleis 3 und 4.

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Weitestgehend fertiggestelt ist der Pendlerparkplatz, auf der Ostseite am Bahnhof. Sonntags wird nicht berufsgependelt deshalb können gleich zwei Busse dort abgestellt werden. Von wegen auf dem flachen Land gibt es keine Öffis in weitere Dörfer der Marktgemeinde, sogar Sonntags sieht man Busse in Eggolsheim.

Dieses Thema ist ein weiteres, wichtiges bei der Frage wie ernsthaft und entschlossen die eingeläutete Verkehrswende denn mit praktikablen Lösungen wirklich angegangen wird. Nur neue Begriffe für nichts substanziell Anderes und Public Relations zur Vermarktung von Halbherzigkeiten alleine werden kaum etwas bewerkstelligen. Nichts. 0.

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Links im Bild der gerade entstehende Mittelbahnsteig, das hölzerne Baustellengeländer markiert den zukünftigen Treppenaufgang aus der Bahnunterführung. Der dahinter, in Bildmitte zu sehende "Betonklotz" ist der Fahrstuhlschacht für den barrierefreien Zugang zur S-Bahn.
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„Der letzte Mohikaner"

Dieser „Turmmast" direkt am Stellwerk gehört auch der „39er Generation“ an und darf noch etwas bleiben. An ihm waren quer zur Strecke verlaufende Drahtseile verspannt von denen die Fahrleitungen getragen wurden.

Von den einst 17 Turmmasten und 7 Quertragewerken der Güterbahn ist dieser einzige noch in Eggolsheim verbliebene Beschäftigte jetzt vorübergehend mit einem Einzelausleger über Gleis 1 versehen der am Sonntag, wie eine Ehrenanstecknadel anmutend, in der Sonne blitzte.

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Güteranlagen, in Eggolsheim? Ja klar, bis zum Umbau zur Aufnahme des S-Bahnbetriebes ab 2010 hatte der Bahnsteig am Gleis 1 noch eine zweite Bahnsteigkante, vor dem Güterschuppen. Hier konnten leichtere Stückgutsendungen aus den Güterwagen entgegen genommen oder verladen werden. Weiter hinten gab es noch eine Verladerampe sowie Freiladegleise.
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Wo hätte man da noch einen „einfachen" Mast mit Ausleger für die Oberleitung unterbringen können?

Aufnahme von Axel Tomfordet www.eisenbahnerinnerungen.de

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Auch für Fahrräder & Co. gibt es auf der Ostseite nun einen neuen, überdachten Pavillon. Man sieht sogar den alten Bahnhof noch hindurch!
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In Eggolsheim liebt man Provisorien, ist einfach so, und noch ist diese improvisierte Abstellung auch näher dran, also wenn man nach Bamberg will.
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Um die Jahrtausendwende gab es diese Lösung. War das nun altmodisch, stylish, Vintage, oder einfach aus der Zeit gefallen und schon lange nur noch verrostet?
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Schnell zurück in die Neuzeit, feuerverzinkt, da rostet nix mehr. Am Strand legt man Handtücher auf die Sonnenliege, mangels Strand reserviert man in Eggolsheim den Platz an der Sonne für sein Bike so.
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Ein Regionalexpress in Richtung Bamberg in Höhe des einstigen Bahnübergangs fährt auf Gleis 2 durch den Bahnhof. Schranke zu, das war einmal…
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2017 fuhr der Regionalexpress nach Bamberg noch nach links in die Gegenrichtung :-P
Nein, ein Fake das, Geschichtsfälschung, Standort bei dieser Aufnahme war auf der Westseite der heutigen Bahnhofsunterführung.
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Rechts im Bild ist die Rinnigstrraße zu sehen die in dieser Kurve zur Frankenstraße wird, neben der Leitplanke der Zugang zum grad „gültigen“ Bahnsteig am Gleis 2 zur Fahrt nach Bamberg. Da irgendwo geht's lang. 
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Nur wie? Eggolsheim wird vom Verkehrsverbund und der DB als S-Bahnunternehmen mit barrierefreiem Zugang zu den Zügen ausgewiesen. Ganz innovativ, auf der Höhe von Zeitgeist und Technik, tagesaktuell abzufragen per App auf dem Mobilfunk Smartphone.

Unglaublich welche Resouren die Industriegesellschaft bereithält und vergeudet.

Bilder ohne weitere Worte dazu:

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Wichtige Information

Die DB hat zwischenzeitlich die Bauausführung beanstandet und nachbessern lassen.

Die Situation stellt sich nun so dar wie sie im folgenden Bild zu sehen ist.

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Bereits am 13. März konnte ich anstelle der kurzen "Steilrampe" dann diese befestigte "Auffahrt" vorfinden. Obwohl, fahren? Mit einem Rollstuhl - hmm.
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Blick Richtung Norden, in diesem Abschnitt der Frankenstraße wird es neben der auf vier Gleise verbreiterten Bahnstrecke jetzt richtig eng.

Links der aktuelle „Bahnsteig Vers. 2.0" mit Bretterwand als Absturzsicherung, er  wurde als Ersatz für den ab 2009 genutzten „Bahnsteig 1.0“ mit Stahlgeländer sowie einem Treppenabgang am anderen Ende zur Frankenstraße notwendig weil das Gleis 2 näher zum Bahnhofsgebäude hin verschoben werden mußte.

Noch bis 2009 lag der „Bahnsteig nach Bamberg“ ja zwischen den beiden alten Gleisen wozu Gleis 2 verschwenkt war um Platz für die asphaltierte Fläche mit 25 cm (?) Höhe zu schaffen. Der Bezeichnung Bahnsteig war, zumindest nach heutigen Maßstäben, denn ja auch ein reichlich hehrer Begriff hierfür:

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Warum bei der Streckensperre während der Sommerferien 2009, als der Bahnhof zur Betriebsaufnahme der S-Bahn Nürnberg – Bamberg schon einmal umgebaut und der Mittelbahnsteig abgerissen wurde nicht auch gleich das Gleis 2 verschoben wurde? Man hätte doch den "ersten" Außenbahnsteig auf der Ostseite, der ja ohnehin nur zur vorübergehenden Nutzung gebaut wurde, gleich dahin setzen können wo er dem vorgesehenen und bereits geplanten Gleis 3 nicht in die Quere kommen musste?

Zumal ja bei dieser Gelegenheit ohnehin das Gleis 1 in Gegenrichtung herausgerissen und neu verlegt wurde, von vor dem Einfahrsignal aus Richtung Buttenheim bis fast an die Brücke am Kamelbuckel. Aber Gleis 2 blieb am falschen Platz liegen.

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Warum also, das fragen sich wohl viele Eggolsheimer Bahnnutzer. Gründe dafür kann es viele geben, bautechnischen Gegebenheiten vielleicht, weil die Ferienzeit nicht auslangte über Finanzierungs- oder Planungsabgleichungen zwischen der Eropäischen Union, Bund, Land, Gemeinde mit den DB AG Geschäftsbereichen Netz, Infrastruktur und Fernverkehr bis hin zu Planungsfehlern oder schlicht „vergesen" - man darf spekulieren, womöglich weiß niemand die zutreffende Antwort zu finden.

Zulange wird an dem Gesamtprojekt schon „entwickelt“ und gearbeitet, manches Unstimmige wird mit Gewissheit noch folgen. Für den Abschnitt Strullendorf – Bamberg einschließlich dem Bau des „Eisenbahnknoten Bamberg" liegen noch keine abgeschlossenen Planungen vor, zur endgültigen Realisierung wird der Zeitraum Mitte des Jahrhunderts anvisiert.

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Also, diesen Jahrhunderts, es ist also keine Schnappatmung notwendig, der Eggolsheimer Bahnhof wird vorher fertig.

Einstweilen, im Februar 2022, geht es jetzt jedenfalls erstmal hier entlang nach Bamberg.


Vorsucht, keine Stufe!

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Blick nach Norden / Bamberg entlang dem Gleis 4 für den ICE-Verkehr nach Erfurt / Leipzig / Berlin / Hamburg, das bis zur Fertigstellung auch der beiden neu aufzubauenden Bestandsgleise 1 und 2 von allen Personen- und Güterzügen nordwärts genutzt wird, auch von der S-Bahn mit Halt am gezeigten gerade entstehenden provisorischen Außenbahnsteig.

Links im Bild die Rückseite des jetzt noch genutzten Bahnsteig Gleis 2, man erkennt wie wenig Platz bleibt und das der vorherige Bahnsteig, Provisorium 1, dem Bau von Gleis 3 unmöglich gemacht hätte.

Die aufgestapelten Gleisjoche in Bildmitte markieren das Ende der bereits verlegten Gleise, weiter Richtung Buttenheim ist der Unterbau für die neuen Gleise (Querung des Rinnig Grabens) bereits fertig.

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Noch ein Blick Richtung Süden auf die beiden neuen Gleise mit, „bald", und dann nur vorläufig zu benutzen, rechts dem Bahnsteig für die Abfahrt nach Nürnberg und links der für die Ankunft aus Nürnberg.

Wird aber gewiss auch noch beschildert, auch meine Zunft ist noch nicht unverzichtbar und nur weil’s jetzt „Signpainting“ heißt doch demselben Zwecke dienlich.

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Die Rampe hinauf zum Bahnsteig nach Bamberg. Wie lange noch? Nicht absehbar. Tipp: Ebaysuche „Glaskugel, gebraucht, günstig, zuverlässig".
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Das Bahnhofsgebäude wird vom Privatbesitzer aufwendig hergerichtet und einmal ein Atelier und eine offene Werkstatt für Holzbau beherbergen.
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Die Fassaden des Gebäudes an der Nord- und Westseite sind bereits weitgehend fertig gestellt.

Weitere Infos zur „Nachnutzung" des Empfangsgebäudes hier:
www.manufaktur-schlemer.de

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Und so sah der Königlich Bayerische Staatsbahnhof Eggolsheim um 1850 aus.
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Die Bestandsstrecke Blickrichtung Süden, in Bildmitte liegend die Aufschüttung des neuen S-Bahnsteiges noch ohne Bahnsteigkante an Gleis 2. Sie kann natürlich nicht errichtet werden solange die Züge nach Bamberg hier noch vorbeifahren müssen.
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Eine S-Bahn aus Bamberg  zur Weiterfahrt nach Nürnberg fährt auf Gleis 1 ein, zukünftig -vorrübergehend- dann an der fertigen Bahnsteigkante des halben neuen Bahnsteigs an Gleis 3. Beide hier abgebildeten Interims-Bahnsteige werden dann abgerissen, ebenso der gesamte Bahnoberbau beider Gleise, also Schienen, Schwellen, Schotter…

Hier, vor dem altehrwürdigen „Königlich Bayerische Staatsbahn Güter- und Stückgut-Umschlaggebäude" werden dann keine Züge mehr halten oder abfahren.

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Liberalisierung, Privatisierung, Regionalisierung = bessere Bahn?

Die Europäische Gemeinschaft (EG) beschloss "die Kompatibilität der nationalen Eisenbahnsysteme" zu verbessern. Zur EU umfirmiert wurde "diskriminierungsfreier Zugang zu den nationalen Eisenbahnstrukturen" verordnet. Markige Zielbeschreibung: „der Schienenverkehr solle zur Nummer 1 intelligenter und nachhaltiger Mobilität" werden. Jetzt definiert man als Ziel gar eine "saubere und nachhaltige Mobilität für eine klimaneutrale EU“. Marktöffnung als Zauberlösung auf dem Weg dahin?

Der Regionalverkehr wird mit erheblichen öffentlichen Geldern finanziert. Zur Verteilung wurde die Bay. Eisenbahnges. gegründet, die europaweite Ausschreibungen durchführt und zeitlich begrenzt an einzelne Unternehmen vergibt.

Die „Leistung S-Bahn Nürnberg“ wurde an die DB Regio AG vergeben, 2030 wird erneut ausgeschrieben. Vielleicht kommen dann Züge in anderen „Produktfarben" einer anderen Bahngesellschaft auch nach Eggolsheim?

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Das „Diesel-Netz Oberfranken" wurde an die Agilis Gesellschaft vergeben, in Eggolsheim als Regionalbahn anzutreffen.

Um dem Eindruck vorzubeugen die vielen unterschiedlich bunten Zügen diverser Unternehmen wären ein Anzeichen dafür das bei der Bahn nun planlos alles drunter und drüber läuft, beschloss die BEG mit einer Werbekampagne dagegenzuhalten. Alle Züge die in ihrem Auftrag fahren tragen den Aufkleber „Zeit für Dich“ um das große ferne Ziel zu beschreiben, irgendwann verbringt man seine Zeit nicht mehr mit warten auf den Zug oder im Stau auf der Autobahn. Ein Babberle anstelle konsequenter Maßnahmen um den Ursachen für die Gesamtmisere Verkehr beizukommen – zukunftsweisend?

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Nur ein paar schnelle, äh wenige Minuten später dann aus der Gegenrichtung, diese S-Bahn* aus Hartmannshof über Nürnberg. Sie hält nur schnell, äh kurz, an Gleis 2. Die Fahrgäste sind schnell, husch husch, ausgestiegen und so schnellt der Elektrotriebzug bereits schon wieder fernen Zielen zu. Buttenheim zunächst um rasch darauf dann schon, ehe man sich’s noch recht, äh schnell versieht, an seiner Endstation Siebenbambergen anzugelangen.

Und bald vom neuen Bahnsteig vor dem Lindner doch wieder etwas weniger schnell, von da ist es ja awegn weiter bis nach Bamberg ;-)

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Dem brandneuen Lack der jetzt auf der S1 eingesetzten Triebzüge endgeht nichts, auch Fotografen werden gespiegelt. Dieser Typ „Coradia Continental“ entspricht dem neusten Standard im Fahrzeugbau, hat, wie auch bei Kraftfahrzeugen üblich, Knautschzonen, ABS und ASR sowie viele über einen Bordcomputer gesteuerte weitere Funktionen. Ressourcen die unausgenutzt bleiben weil sie nicht ihren Möglichkeiten entsprechend eingesetzt werden.

Gegen Rost übrigens sind Teile des Wagenkasten perfekt gefeit da sie aus Kunststoff gefertigt sind.

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Anderen Konstruktionsvorgaben entsprach diese E-Lok, ausgelegt auf lange Nutzungsdauer. 50 Jahre war sie bereits im Einsatz als ich sie nur eine Woche vor der Außerdienststellung in Forchheim ablichtete. Die modernen chipgesteuerten Fahrzeuge sollen und werden gar nicht solange eingesetzt werden, dafür "trumpfen" sie mit Recyclingquoten von angeblich 95 % auf.

Von dieser Altbau E-Lok mußten Trafoöl und Isolatoren sowie Bremsbeläge gesondert entsorgt werden, außer Glas und Fensterdichtungen ging alles in die Metallschmelze. Die "modernen" 95 % sind also gar nicht so "innovativ".
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Eilzug nach Nürnberg, Abfahrt Forchheim Gleis 2. Nicht so spurtstark wie ein Regionalexpress unterwegs aber auf einem engeren Eisenbahnnetz mit insgesamt mehr Direktverbindungen.

Und noch ein Regionalbezug: auf dieser Konstruktion basierend wurden 1938 vier Einzelstücke für 225 km/h gebaut für die bereits ab 1934 konzipierte Schnellfahrstrecke München - Berlin. Also ist auch das nicht wirklich etwas Neues.
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Dann rauscht ein ICE nach München durch. Er ist schon richtig unterwegs, auf dem zukünftig für 230 km/h ausgelegten Gleis 1. Bevor er aber so richtig aufdrehen kann muss das alte erst noch abgerissen und neu errichtet werden.

Für eine Werbekampagne ist er an der Front mit einem grünen Streifen aus Folie versehen. Mit dem Werbeslogan „Deutschlands schnellster Klimaschützer“ soll vermittelt werden die Bahn sei schon jetzt umweltschonend mit „grünem" Strom unterwegs. Dabei wird eine Berechnung zugrunde gelegt die einem „Taschenspielertrick“ mehr entspricht als der tatsächlichen Situation. Zur Umstellung von Energieerzeugung und –verbrauch ist noch ein langer Weg zu beschreiten der allein mit mal einem Stückchen grüner Folie nicht begonnen wird. Noch nicht einmal beschrieben wird er, nur vernebelt zur einstweiligen Vertagung auf „irgendwann mal, irgendwie“.

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Ein Eilzug, dem Zeitgeist gemäß jetzt Regionalexpress genannt, in Höhe des zukünftigen Mittelbahnsteig zwischen Gleis 2 und 3 fährt ohne Halt durch den Bahnhof.
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Dieser Regionalexpress befand sich ca. 2010 an der selben Stelle wie der obige 2022, aufgenommen jedoch von der anderen Seite vom Gleis 1 vor dem Stellwerk stehend aus.

Am unteren Bildrand ist der einstige Bahnübergang zu sehen und man erkennt deutlich den hier beginnenden Verschwenk von Gleis 2 der für den einstigen Mittelbahnsteig notwendig war.

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Mit dieser Aufnahme eines Regionalexpress, entstanden an einem Aprilmorgen 2016, wünsche ich nun allen Bahnfahrern einen guten Start in den morgigen Arbeitsweg und -tag.
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